Biennale für aktuelle Fotografie
Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg
Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg
Info Termine

AKTUELL:
Die Nachfolge-Termine im November 2020 stehen fest.
Die Veranstaltungen finden digital statt; den Link zum Videostream finden Sie unter dem jeweiligen Termin.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bereits seit ihrer Einführung etablierte sich die Fotografie als bilderzeugendes Instrument für unterschiedliche Disziplinen: Als vermeintlich objektives Aufzeichnungsmedium, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu illustrieren und zu belegen oder als darstellendes Medium innerhalb der Kunst.

Nicht selten jedoch haben Bilder aus einem wissenschaftlichen Kontext eine künstlerische Ästhetik. Künstlerische Fotografie wiederum arbeitet oft an der Schwelle zu den Wissenschaften. Denn Wissen und Erkenntnis wird nicht nur aus den Natur- und Geisteswissenschaften, sondern auch aus Kunst und Fotografie geschöpft. Wie ist demnach das Verhältnis zwischen Fotografie und Wissenschaft?

Über diese Frage diskutieren renommierte Fotokünstler*innen und Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen in einer achtteiligen Dialogreihe. Die Arbeiten der Fotograf*innen bilden dabei nicht nur den Ausgangspunkt für eine wissenschaftshistorische sowie bildwissenschaftliche und fototheoretische Befragung des Mediums, sondern spiegeln auch die Aktualität des Themas wider: Wie lässt sich beispielsweise die Frage nach Authentizität und Inszenierung, Objektivität und Subjektivität fotografischer Bilder beantworten? Eine Frage, die die Fotografie als Medium in Kunst und Wissenschaft gleichermaßen begleitet. Denn subjektive Faktoren wie Auswahl und Perspektive sowie unterschiedliche Interessen und Verbreitungsformen führen oftmals zu Verzerrung und Verfremdung und haben daher bedeutenden Einfluss auf die Wirkung und Bewertung fotografischer Bilder.

Die Fotografie als Gebrauchsmedium und künstlerische Ausdrucksform zugleich birgt das außerordentliche Potential, die Grenzen der Disziplinen verschwimmen zu lassen. Ziel der Dialogreihe ist es daher, einen (Denk-)Raum für einen Austausch zwischen Fotografie und Wissenschaft zu schaffen, aber auch Reibungsfläche zuzulassen, um die vielfältigen Überschneidungen der Bereiche genauer unter die Lupe zu nehmen.